Sehr geehrte:r Studieninteressent:in,
Herzlich willkommen bei unserer Studie Pornografie-Abstinenz und ihre Auswirkungen auf Subjektives Erleben bei Personen mit ausgeprägtem Pornografiekonsum (PAUSE)! Wir danken Ihnen für Ihr Interesse an dieser Studie.
Pornographie-Konsum ist heutzutage weit verbreitet. Manche Menschen berichten über das Gefühl, den eigenen Konsum nicht kontrollieren zu können. Dies kann zu psychischer Belastung, beispielsweise durch partnerschaftliche Probleme oder eingeschränkte sexuelle Funktion, führen. Einige der betroffenen Personen geben an, beim Versuch, auf Pornografiekonsum zu verzichten, entzugsartige1 Symptome zu erleben. Im Rahmen der PAUSE-Studie untersuchen wir die Auswirkungen eines einwöchigen Verzichts auf Pornografiekonsum bei Personen mit ausgeprägtem Pornografiekonsum.
Pornografie
Mit dem Begriff Pornografie ist Material gemeint, welches zur sexuellen Erregung der Betrachter:in bestimmt ist. Etwa 70-94 % der Befragten geben in Studien an, mindestens einmal in ihrem Leben Pornografie konsumiert zu haben. Ungefähr 40-70 % der Männer konsumieren regelmäßig Pornografie, auch bei Frauen sind es etwa 10- 40%. Bis zu 15 % der Befragten empfinden ihren Konsum als nicht kontrollierbar.2
Voraussetzungen für die Teilnahme
- Sie sind mindestens 18 Jahre alt
- Sie verfügen über ausreichende Deutschkenntnisse
- Sie berichten einen ausgeprägten Pornografiekonsum (wird im Rahmen der Studie über ein kurzes Online-Screening festgestellt)
- Sie sind motiviert, zu versuchen, sieben Tage lang auf Pornografiekonsum zu verzichten
- Sie sind bereit, an der Eingangsbefragung (10-15 Minuten) sowie anschließend sieben Tage lang täglich an einer kurzen Online-Befragung (je 5-10 Minuten) teilzunehmen
1 "Entzugsartig" bezeichnet hier keine Entzugssymptome im engeren Sinne, sondern als unangenehm empfundene psychische oder körperliche Reaktionen beim Verzicht auf Pornografiekonsum (z. B. Reizbarkeit, niedergeschlagene Stimmung, reduzierte Schlafqualität). Ob solche Symptome tatsächlich auftreten, ist wissenschaftlich noch nicht eindeutig geklärt. Die vorliegende Studie soll hierzu Erkenntnisse liefern.
2Bőthe, B., Nagy, L., Koós, M., Demetrovics, Z., Potenza, M. N., International Sex Survey Consortium, ... & Van Hout, M. C. (2024). Problematic pornography use across countries, genders, and sexual orientations: Insights from the International Sex Survey and comparison of different assessment tools. Addiction, 119(5), 928-950.
Erdős, C., Kelemen, O., Pócs, D., Paulik, E., Papp, A., Horváth, E., ... & Széll, K. (2025). Pornography-watching disorder and its risk factors among young adults: cross-sectional survey. Journal of Medical Internet Research, 27, e49860.
Leonhardt, N. D., Busby, D. M., & Willoughby, B. J. (2021). Do you feel in control? Sexual desire, sexual passion expression, and associations with perceived compulsivity to pornography and pornography use frequency. Sexuality Research and Social Policy, 18(2), 377-389.