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1. Klinik und Poliklinik für Dermatologie und Allergologie

Universitätsklinikum Bonn

Venusberg-Campus 1

Gebäude 11

53127 Bonn

Direktor: Prof. Prof. Dr. med. Dr. és sci. Thomas Bieber

Abteilung Andrologie: Prof. Dr. med. G. Haidl

PATIENTENINFORMATION

TITEL DER KLINISCHEN STUDIE

“Prävalenzerhebung zum Gebrauch von androgenen anabolen Steroiden (AAS) unter Freizeitsportlern“

IHRE TEILNAHME IST FREIWILLIG

Sie sind zur Teilnahme an einer Forschungsstudie eingeladen. Ihre Teilnahme ist freiwillig. Am Ende dieser Einwilligungserklärung erklären Sie Ihre Bereitschaft zur Teilnahme an der Forschungsstudie und bestätigen gleichzeitig, dass Sie volljährig und geschäftsfähig sind und Ihr erster Wohnsitz in Deutschland ist. Eine Gegenleistung für die Teilnahme wird nicht erbracht. Wenn Sie hiermit nicht einverstanden sind, schließen Sie bitte die Umfrage. Sie können sich über Ihren Browser eine Kopie der Einwilligungserklärung ausdrucken. Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wird in dieser Umfrage hauptsächlich das generische Maskulinum verwendet. Begriffe wie „Trainer“ oder „Freund“ sind geschlechtsneutral zu verstehen.

HAUPTPRÜFÄRZTE

Prof. Dr. med. Jean-Pierre Allam

Dr. med. Dennis Niebel

EINFÜHRUNG/HINTERGRUND

Die Zahl aller Fitnessclubmitglieder in Deutschland ist von 4,4 Millionen im Jahr 2003 auf 10,6 Millionen im Jahr 2017 gestiegen, davon ist etwas mehr als die Hälfte männlich. Insbesondere junge Männer betreiben häufig intensiv Kraftsport, um Muskelmasse aufzubauen.

Steroide sind körpereigene Botenstoffe, die verschiedene Wirkungen im Körper auslösen können. Anabole Steroide senden im Körper Wachstumssignale und führen zum Aufbau von Körpermasse, das typische männliche Geschlechtshormon Testosteron ist hier neben dem „Wachstumshormon“ ein wichtiger körpereigener Vertreter. Anabole Steroide können auch künstlich hergestellt und von außen zugeführt werden, dies geschieht in der Medizin z.B. wenn ein krankhafter Mangel besteht. Der gezielte Einsatz androgen anaboler Steroide (AAS) zum Muskelaufbau durch Sportler ist dagegen ein seit Jahren bekanntes Phänomen, Zahlen zur Prävalenz (Häufigkeit des Vorkommens) in Deutschland sind veraltet. Zahlen aus anderen Ländern beschreiben ein Vorkommen bei 5-12% aller jungen Männer, Zahlen aus den 90er Jahren beschreiben eine Prävalenz unter aktiven Bodybuildern bis 30%. Der Gebrauch von AAS ist signifikant mit einer Reduktion der Fertilität assoziiert. Darüber hinaus konnte gezeigt werden, dass auch Jahre nach Konsumbeendigung die Hypothalamus-Hypophysen-Gonaden-Achse (welche die Schaltstelle zwischen Gehirn und Keimdrüsen darstellt) dauerhaft gestört sein kann, sodass erniedrigte Testosteronspiegeln und Symptome von Hypogonadismus (Unterfunktion der Geschlechtsorgane) resultieren können. Es ist davon auszugehen, dass ein Großteil der AAS-Nutzer vor Abschluss der Familienplanung steht. Vor diesem Hintergrund soll an dieser Stelle daran erinnert werden, dass jede sechste Ehe oder Partnerschaft in Deutschland in Folge einer Fertilitätsstörung ungewollt kinderlos verbleibt. Bei diesen Fällen ist von einem männlichen Sterilitätsfaktor in 20 % und von einem weiblichen in 39% auszugehen. In 26 % der Fälle besteht eine Fertilitätsstörung bei beiden Partnern und in 15 % der Fälle ist keine pathologische Veränderung als Ursache nachweisbar. Dies stellt gesellschaftlich wie individuell ein erhebliches sozioökonomisches Problem dar.

Das Ziel dieser Untersuchung ist daher zu erforschen, ob die Prävalenz von AAS-Gebrauch vor dem Hintergrund eines veränderten Schönheitsideals für Männer zugenommen hat und ob sich die Prävalenz innerhalb verschiedener sozialer Gruppen innerhalb Deutschlands unterscheidet.

ZWECK DER STUDIE

Diese Forschungsstudie dient dazu, epidemiologische Daten (also Daten, die die Häufigkeit und die Verteilung des Auftretens von Merkmalen in der Bevölkerung beschreiben) zum AAS-Gebrauch in Deutschland zu erheben und auszuwerten.

STUDIENKOMPONENTEN

Onlineumfrage von einem internetfähigen Gerät aus.

RISIKEN und/oder MÖGLICHE NEBENWIRKUNGEN

Es entstehen für Sie keine Risiken, die Umfrage ist anonym.

POTENTIELLE VORTEILE

Sollten Sie sich zu einer Teilnahme an dieser Studie entscheiden, entsteht Ihnen daraus kein direkter Nutzen. Wir hoffen, dass die Ergebnisse dieser Studie dazu beitragen können, neue Erkenntnisse bezüglich der abgefragten Items zu erlangen, hierzu gehört insbesondere der Konsum von AAS in Deutschland.

ALTERNATIVEN ZUR TEILNAHME

Die Teilnahme an der Studie ist freiwillig. Sollten Sie sich gegen eine Teilnahme entscheiden, entstehen Ihnen keinerlei Nachteile.

NEUE ERKENNTNISSE

Es ist geplant, die Erkenntnisse dieser Studie in einer medizinischen Fachzeitschrift zu veröffentlich.

FREIWILLIGES AUSSCHEIDEN AUS DER STUDIE

Sie können sich entscheiden, nicht an der Studie teilzunehmen; sobald der Fragebogen vollständig ausgefüllt ist, ist eine Löschung Ihrer Daten nicht möglich.

KOSTEN FÜR DIE PROBANDEN (SIE)

Entfällt

ZAHLUNGEN (PROBANDENVERGÜTUNG)

Entfällt.

VERSICHERUNGSSCHUTZ

Für die Studie wurde keine separate Probandenversicherung abgeschlossen.

VERTRAULICHKEIT

Alle erhobenen Daten werden wie vom Gesetz vorgeschrieben vertraulich behandelt. Ausführliche Informationen zum Datenschutz finden sich unter: https://www.soscisurvey.de/de/privacy

Kontaktdaten des Datenschutzbeauftragten:

Achim Flender

Universitätsklinikum Bonn – Anstalt des öffentlichen Rechts

Venusberg-Campus 1

(ehemals Sigmund-Freud-Str. 25)

Gebäude 01, Raum 212a

53127 Bonn

E-Mail: datenschutz@ukbonn.de

Telefon: 0228 – 287 160 75

Beschwerderecht bei der Aufsichtsbehörde:

Bei Beschwerden, die mit den Verantwortlichen des Universitätsklinikums Bonn nicht geklärt werden können, haben Sie das Recht, sich an die zuständige Aufsichtsbehörde zu wenden:

Landesbeauftragte für Datenschutz und Informationsfreiheit Nordrhein-Westfalen

Kavalleriestr. 2-4

40213 Düsseldorf

E-Mail: poststelle@ldi.nrw.de

Telefon: 0211 – 384 24-0

PROBLEME ODER FRAGEN

Falls Sie jemals irgendwelche Fragen zu dieser Studie haben, wenden Sie sich bitte an Projektverantwortlichen:

Dr. med. Dennis Niebel

Universitätsklinikum Bonn – Anstalt des öffentlichen Rechts

Venusberg-Campus 1

(ehemals Sigmund-Freud-Str. 25)

Gebäude 11

53127 Bonn

E-Mail: dennis.niebel@ukbonn.de

Telefon: 0228 – 287 15370

EINWILLIGUNSERKLÄRUNG

Hiermit erkläre ich, dass ich die Probanden/Patienteninformation zur wissenschaftlichen Untersuchung:

„Prävalenzerhebung zum Gebrauch von androgenen anabolen Steroiden (AAS) unter Freizeitsportlern“ gelesen und verstanden habe und einverstanden bin.

Ich wurde für mich ausreichend schriftlich über die wissenschaftliche Untersuchung informiert.

Ich erkläre, dass ich damit einverstanden bin, dass die im Rahmen der Umfrage gewonnen Daten für o. g. wissenschaftliche Untersuchung genutzt werden können. Da die Speicherung der Daten anonym erfolgt, ist eine nachträgliche Berichtigung oder Löschung, der von Ihnen in den Fragebogen eingegebenen Daten, nicht mehr möglich.

Ich bin damit einverstanden, dass die im Rahmen der wissenschaftlichen Untersuchung über mich erhobenen Daten gespeichert werden. Bei der Veröffentlichung in einer wissenschaftlichen Zeitschrift wird aus den Daten nicht hervorgehen, wer an dieser Untersuchung teilgenommen hat.

Für die Datenverarbeitung verantwortliche Stelle:

Klinik und Poliklinik für Dermatologie & Allergologie

Venusberg-Campus 1

(ehemals Sigmund-Freud-Str. 25)

Gebäude 11

53127 Bonn

Ihre Rechte als Teilnehmer an der Studie (Betroffenenrechte):

Sie haben das Recht auf eine unentgeltliche Auskunft über die von Ihnen gespeicherten personenbezogenen Daten. Außerdem können Sie die Berichtigung unzutreffender Daten, die Löschung oder die Einschränkung der Verarbeitung Ihrer Daten verlangen. Hierzu wenden Sie sich bitte an den Projektverantwortlichen.

Ich weiß, dass ich jederzeit meine Einwilligung, ohne Angaben von Gründen, widerrufen kann, ohne dass dies für mich nachteilige Folgen hat.

2. Bitte lösen Sie diese kurze Rechenaufgabe, um mit der Befragung zu beginnen.

zwei mal eins ist