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1. Willkommen zu der FERTILE Studie!

Erhebung zu REproduktion, beruflicher Tätigkeit, Infertilität und LEbensstilfaktoren

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

sind wir als Ärztinnen und Ärzte im Vergleich zur Allgemeinbevölkerung häufiger von Unfruchtbarkeit, Fehlgeburten und Schwangerschaftskomplikationen betroffen? Und ist es unter den aktuellen beruflichen Rahmenbedingungen möglich, Karriere und Elternschaft nachhaltig miteinander zu vereinbaren?

Die nationale und internationale Datenlage zu diesen zentralen Fragestellungen ist bislang äußerst limitiert; für Deutschland existieren derzeit keine belastbaren systematischen Erhebungen. Internationale Umfragen, unter anderem aus den USA unter Chirurginnen, deuten darauf hin, dass Ärztinnen möglicherweise häufiger von Infertilität und Fehlgeburten betroffen sind. Als mögliche Einflussfaktoren werden unter anderem ein erhöhtes maternales und paternales Alter bei Familiengründung, physischer und psychischer Stress im Berufsalltag, unregelmäßige Arbeitszeiten sowie potenzielle Exposition gegenüber Gefahrenstoffen diskutiert [1, 2].

Als Gynäkologinnen und Gynäkologen sind wir an einer fundierten Datengrundlage für Deutschland in besonderem Maße interessiert – nicht nur, weil wir selbst als Berufsgruppe betroffen sein können, sondern auch, weil wir die unmittelbaren klinischen Folgen von Infertilität und Schwangerschaftskomplikationen täglich in unserer beruflichen Praxis begleiten.

Vor diesem Hintergrund möchten wir Sie herzlich zur Teilnahme an einer anonymen, deutschlandweiten, dreiteiligen Umfrage einladen, die ein positives Ethikvotum erhalten hat. Im Mittelpunkt der hier vorgestellten ersten Erhebung, FERTILE 1, stehen die Themen Familienplanung, Infertilität, Komplikationen im ersten Trimenon sowie die ärztliche Tätigkeit während der Frühschwangerschaft. Diese Umfrage richtet sich ausdrücklich an Ärztinnen und Ärzte aller Fachrichtungen und an alle Geschlechter.

In Zukunft wird die Studienreihe FERTILE mit den Teilen 2 und 3 fortgesetzt, die sich auf Komplikationen im zweiten und dritten Trimenon sowie auf die Erfahrungen von Ärztinnen während der Geburt und der Elternschaft konzentrieren.

Bitte beachten Sie, dass wir keine Cookies setzen, und füllen Sie daher den Fragebogen in einem Durchgang aus.

Die Ergebnisse der Studie werden selbstverständlich wissenschaftlich ausgewertet und publiziert.

Für Rückfragen stehen Ihnen die Leiterinnen der Studiengruppe gerne zur Verfügung.

Wir danken Ihnen herzlich für Ihre Unterstützung und Ihre wertvolle Mitwirkung an diesem wichtigen Forschungsvorhaben.

Mit kollegialen Grüßen
Junges Forum im Rahmen der DGGG e.V.

Literatur:

  1. Rangel EL, Castillo-Angeles M, Easter SR et al. (2021) Incidence of Infertility and Pregnancy Complications in US Female Surgeons. JAMA Surg 156:905-915
  2. Yau A, Lentskevich MA, Ahmed KS et al. (2024) Female Surgeons and Physicians Experience Greater Infertility Rates and Pregnancy Complications Than Other Professional Women. Am Surg 90:494-501

Weitere Informationen:

Datenschutzerklärung:
Die Erhebung und Verarbeitung Ihrer Daten erfolgt unter strikter Einhaltung der geltenden Datenschutzbestimmungen. Sämtliche Angaben werden anonymisiert erfasst und ausschließlich zu wissenschaftlichen Zwecken verwendet. Sie können jederzeit und ohne Angabe von Gründen die Teilnahme an dieser Studie beenden, ohne dass Ihnen daraus Nachteile entstehen. Eine nachträgliche Auskunft, Berichtigung, Löschung, Einschränkung der Verarbeitung oder Datenübertragbarkeit ist in der Regel aufgrund der Anonymität der Daten nicht möglich.

Kontakt:
Bei Fragen oder Anmerkungen stehen Ihnen die Studienleiterinnen jederzeit zur Verfügung:
Dr. Janice K. Jeschke – janicekatharina.jeschke@ukmuenster.de
Dr. Lina Schiestl – lina.schiestl@unimedizin-mainz.de

Einverständniserklärung:
Die Teilnahme an der Befragung ist freiwillig.