Titel der Studie:
Call of the Void: Auftretenshäufigkeit und Zusammenhänge mit Angst, Zwang und Suizidalität
Herzlich willkommen bei unserer Studie, in der wir das sogenannte „Call of the Void“ Phänomen genauer untersuchen. Hierunter versteht man einen plötzlich auftretenden Eindruck, dass man kurz davor steht gefährliche oder selbstschädigende Handlungen (wie z.B. von einer Brücke zu springen oder in den Gegenverkehr lenken) auszuführen. Wir danken Ihnen für Ihr Interesse an dieser Studie. Die Untersuchung erfolgt vollständig anonym (d.h. es besteht für uns keine Möglichkeit Sie zu identifizieren) und dient rein zu Forschungszwecken.
Ablauf der Studie
Bei dieser Studie handelt es sich um eine Fragebogenstudie. Die Befragung dauert 20-30 Minuten. In den Fragebögen werden Sie zu dem Call of the Void-Phänomen, Ängsten, Zwängen, Depressivität, suizidalem Erleben und Verhalten befragt. Es werden also Fragen zu intimen und möglicherweise belastenden Erlebensweisen gestellt. Ergänzend werden einige personenbezogene Daten erfasst (Alter, Geschlecht, Familienstand, Bildungsstand).
WICHTIG: Sollten Sie sich aktuell in einer schweren Krise befinden, raten wir Ihnen von einer Teilnahme an dieser Erhebung ab. Sollten Sie sich bei der Bearbeitung der Fragebögen stark belastet fühlen, dann brechen Sie die Untersuchung ab. Hieraus entstehen Ihnen keinerlei Nachteile. Weiter unten finden Sie Kontaktanschriften, an die Sie sich bei psychischer Belastung wenden können.
Sollten Sie noch organisatorische Fragen haben, wenden Sie sich damit bitte an: lara.wiesmann@rub.de
Freiwilligkeit und Anonymität
Die Teilnahme an der Studie ist freiwillig. Sie können jederzeit und ohne Angabe von Gründen die Teilnahme an dieser Studie beenden, ohne dass Ihnen daraus Nachteile entstehen. Die Erhebung und Verarbeitung Ihrer oben beschriebenen persönlichen Daten erfolgt pseudonymisiert unter Verwendung einer von Ihnen erstellten Nummer und ohne Angabe Ihres Namens. Sollten Sie sich am Ende der aktuellen Untersuchung dazu entscheiden, dass wir Sie zu einer Folgeuntersuchung anfragen dürfen, dann werden wir Sie bitten uns die von Ihnen erstellte Nummer, Ihren Namen und Ihre Kontaktdaten mitzuteilen. In diesem Fall wird eine Kodierliste auf Papier erstellt, die Ihren Namen mit der Nummer verbindet. Die Kodierliste ist nur der Versuchsleiterin und dem Projektleiter zugänglich; das heißt, nur diese Personen können die erhobenen Daten mit Ihrem Namen in Verbindung bringen. Die Kodierliste wird in einem abschließbaren Schrank aufbewahrt und nach Abschluss der Datenauswertung, spätestens aber am 30. Juni 2024 vernichtet. Ihre Daten sind dann anonymisiert. Damit ist es niemandem mehr möglich, die erhobenen Daten mit Ihrem Namen in Verbindung zu bringen. Die anonymisierten Daten werden mindestens 10 Jahre gespeichert. Solange die Kodierliste existiert, können Sie die Löschung aller von Ihnen erhobenen Daten verlangen. Ist die Kodierliste aber erst einmal gelöscht, können wir Ihren Datensatz nicht mehr identifizieren. Deshalb können wir Ihrem Verlangen nach Löschung Ihrer Daten nur solange nachkommen, wie die Kodierliste existiert.
Ansprechpartner*innen für Rückfragen:
Lara Wiesmann
Lara.wiesmann@rub.de
Tel.: 0234-3228161
Datenschutz
Nach Datenschutzgrundverordnung (DS-GVO) haben Sie folgende Rechte: • Auskunft über Verarbeitung personenbezogener Daten (Art 15)
• Widerruf einer erteilten Einwilligung (Art 7)
• Berichtigung (Art 16)
• Löschung (Art 17)
• Einschränkung der Verarbeitung (Art 18)
Darüber hinaus können Sie sich mit Fragen jederzeit an den Datenschutzbeauftragten der Ruhr- Universität und an eine Datenschutzaufsichtsbehörde wenden. Für die Ruhr-Universität ist die Landesbeauftragte für den Datenschutz und die Informationsfreiheit (ldi.nrw.de) zuständig.
Vergütung
Studierende können sich 0,5 Versuchspersonenstunde für die Teilnahme gutschreiben lassen.
Aufbewahrungsfrist für die anonymisierten Daten
Die Aufbewahrungsfrist für die pseudoanonymisierten Daten beträgt mindestens 10 Jahre nach Datenauswertung, bzw. mindestens 10 Jahre nach Erscheinen einer Publikation zu dieser Studie. Die Daten werden in anonymisierter Form auch weiteren Wissenschaftler*innen zur Verfügung gestellt, wie es in der psychologischen Forschung üblich ist.
Wenn Sie sich durch die Inhalte der Erhebung belastet fühlen oder diesbezüglich Fragen haben, können Sie sich jederzeit, d.h. zwischen 8 Uhr und 19 Uhr, an uns wenden: Hinweis: Keine Garantie für eine unverzügliche Antwort, die Latenz beträgt bis zu 48h nach Erhalt.
Prof. Dr. Tobias Teismann: tobias.teismann@rub.de
Lara Wiesmann: Lara.wiesmann@rub.de
Bei Bedarf werden wir Sie dabei unterstützen Kontakt zu lokalen Behandlungsangeboten - in Deutschland, der Schweiz und Österreich - aufzunehmen.
Achtung: Da die Erhebung anonym erfolgt, können wir im Notfall nicht den Rettungsdienst zu Ihnen schicken, selbst dann nicht, wenn wir aus den von Ihnen gemachten Angaben ersehen können, dass Sie belastet sind. Wir unterstützen Sie aber immer, wenn Sie sich bei uns melden!
Hilfsmöglichkeiten im Fall suizidalen Erlebens und Verhaltens finden Sie hier:
Notruf: 112
Rufen Sie hier an, wenn Sie mi Augenblick keine Garantie mehr für ihr Leben übernehmen können oder wenn Sie sich in der großen Gefahr befinden zu sterben.
Ärztlicher Bereitschaftsdienst: 116 117
Der ärztliche Bereitschaftsdienst ist grundsätzlich außerhalb der regulären Sprechzeiten der niedergelassenen Ärzt:innen mi Einsatz vor allem in den Abend- und Nachstunden, am Wochenende und an Feiertagen.
Notaufnahme eines psychiatrischen Krankenhauses
Psychiatrische Kliniken sind rund um die Uhr besetzt und können Sie im Notfall aufnehmen und versorgen. Fahren Sie im Notfall direkt dorthin bzw. lassen Sie sich hinbringen.
Sozialpsychiatrische Dienste (SPD)
Gibt es in sämtlichen Städten und Kommunen in Deutschland. Aufgabe des SPD ist die Beratung und (Krisen-)Hilfe bei psychischen Erkrankungen. Es gibt keine einheitliche Kontaktmöglichkeit der sozialpsychiatrischen Dienste. Leicht lässt sich der zuständige Dienst aber über das Internet ermitteln.
Telefonseelsorge (www.telefonseelsorge.de; 0800/111 0 111 und 0800/111 0 222)
Bietet anonyme Telefon- und Onlineberatung. Rund um die Uhr können Sie mit Menschen sprechen, die im Umgang mit Krisen geschult und geübt sind.
Weitere Hilfsangebote finden Sie auf den folgenden Internetseiten:
Informationen:
www.frnd.de www.suizidprophylaxe.de www.deutsche-depressionshilfe.de www.gesundheit.gv.at
www.suizidpraevention-zh.ch
www.feel-ok.ch
Interventionen: www.telefonseelsorge.de