Probandeninformation und Einwilligungserklärung zum Forschungsvorhaben: Brücken oder Barrieren? Einflussfaktoren auf die Behandlungsbereitschaft gegenüber Menschen mit Behinderung.
Sehr geehrte Studieninteressierte,
wir möchten Sie herzlich zur Teilnahme an unserer Studie „Brücken oder Barrieren? Einflussfaktoren auf die Behandlungsbereitschaft gegenüber Menschen mit Behinderung“ einladen. Wir bitten Sie, sich die folgenden Informationen aufmerksam durchzulesen. Sie können dann entscheiden, ob Sie teilnehmen möchten oder nicht.
Bei uns sollen 126 Personen an der Studie teilnehmen. Diese Studie wird im Rahmen des Moduls „Forschungsorientiertes Praktikum“ im Masterstudiengang Klinische Psychologie und Psychotherapie an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf geplant und durchgeführt. Unsere Einrichtung finanziert die Studie selbst. Die Studie wurde der zuständigen Ethikkommission vorgelegt. Sie hat keine Einwände erhoben. Die Teilnahme an der Studie ist freiwillig. Wenn Sie nicht teilnehmen wollen oder wenn Sie später Ihre Einwilligung widerrufen, werden Ihnen daraus keine Nachteile entstehen. Sie müssen Ihre Entscheidung auch nicht begründen.
Verantwortliche für diese Studie
Die Befragung wird im Rahmen des Forschungspraktikums (Modul 7) im Masterstudiengang Klinische Psychologie und Psychotherapie durchgeführt. Die Erhebung erfolgt durch eine Kleingruppe von Studierenden, wobei unterschiedliche im Fragebogen erfasste Variablen jeweils von einzelnen Gruppenmitgliedern wissenschaftlich untersucht werden. Die fachliche Betreuung erfolgt durch Dr. Jens Hellmann.
Studienzweck
Menschen mit Behinderungen haben häufiger mit seelischen Belastungen zu tun, beispielsweise mit Depressionen, Ängsten oder starken Stressreaktionen. Trotzdem ist es für sie oft besonders schwer, einen passenden Therapieplatz zu finden. Ein Grund dafür kann sein, dass sich nicht alle Therapeutinnen und Therapeuten sicher fühlen, mit Menschen mit Behinderungen zu arbeiten. Manche haben wenig Erfahrung, andere sind unsicher im Umgang oder wissen nicht genau, worauf sie achten müssen. Es gibt nur wenige, die speziell für diese Arbeit ausgebildet sind.
Um daran langfristig etwas ändern zu können, möchten wir herausfinden, wie es bei Psychologiestudierenden aussieht – also bei den zukünftigen Therapeutinnen und Therapeuten.
Uns interessiert:
- Können sich Studierende vorstellen, später mit Menschen mit Behinderungen zu arbeiten?
- Welche persönlichen Eigenschaften spielen dabei eine Rolle?
- Haben eigene Erfahrungen oder Kontakte Einfluss darauf?
- Sind bestimmte Einstellungen oder Denkweisen wichtig?
Wenn wir besser verstehen, was die Bereitschaft beeinflusst, können auf lange Sicht Studieninhalte gezielter angepasst werden. So kann die Ausbildung zukünftiger Therapeutinnen und Therapeuten verbessert werden Langfristig soll dadurch erreicht werden, dass Menschen mit Behinderungen leichter Zugang zu psychotherapeutischer Hilfe bekommen und gut unterstützt werden.
Studienablauf – Was genau erwartet Sie in dieser Studie?
Für diese Studie bitten wir Sie um eine einmalige Teilnahme an einer Befragung. Die gesamte Teilnahme dauert ungefähr 15-20 Minuten. Zu Beginn werden Sie ausführlich über Inhalte und Ablauf der Studie sowie Ihre Rechte als Teilnehmerin oder Teilnehmer informiert. Sie erhalten dabei auch Informationen zum Datenschutz und zur freiwilligen Teilnahme. Wenn Sie sich für eine Teilnahme entscheiden, bestätigen Sie eine Einwilligungserklärung.
Anschließend werden einige grundlegende demographische Angaben erhoben (z. B. Alter, Geschlecht, Bildungsstand). Danach beschreiben Sie kurz an was für eine Person Sie denken, wenn Sie an einen Menschen mit Behinderung denken und bearbeiten Sie mehrere Fragebögen. Diese betreffen verschiedene Themenbereiche, darunter persönliche Erfahrungen mit Menschen mit Behinderung, Persönlichkeitsmerkmale, Denkstile sowie therapiebezogene Einstellungen. Die Beantwortung erfolgt anhand vorgegebener Antwortmöglichkeiten. Die Teilnahme ist nach Abschluss der Fragebögen und einer erneuten Beschreibung eines Menschen mit Behinderung beendet. Nach Abschluss der Datenerhebung wird ein Fenster angezeigt, das Ihnen die Möglichkeit bietet, sich auf einer separaten Seite für eine Verlosung zu registrieren. Dadurch ist gewährleistet, dass die Antworten in der Studie nicht durch die E-Mail-Adresse mit Ihrer Identität in Verbindung gebracht werden kann.
Nutzen und Risiken
Mit Ihrer Teilnahme tragen Sie dazu bei, neue Erkenntnisse über die Bereitschaft angehender Psychotherapeut:innen, mit Menschen mit Behinderung zu arbeiten, zu gewinnen und so den wissenschaftlichen Kenntnisstand in diesem Bereich zu erweitern. Ein unmittelbarer persönlicher Nutzen ergibt sich aus der Teilnahme nicht. Zusätzlich haben Sie die Möglichkeit, freiwillig an einer Verlosung teilzunehmen. Es werden 5 à 10€ verlost. Wenn Sie teilnehmen möchten, können Sie am Ende der Studie eine E-Mail-Adresse angeben. Diese wird ausschließlich für die Durchführung der Verlosung verwendet und getrennt von Ihren Fragebogendaten gespeichert, sodass Ihre Angaben
anonym bleiben. Das Beschäftigen mit psychischen Themen sowie Erfahrungen im Zusammenhang mit Menschen mit Behinderungen kann in Einzelfällen zu unangenehmen Emotionen führen.
Wenn Sie sich belastet fühlen, erreichen Sie die Telefonseelsorge unter der Nummer 0800 1110 111/ 0800 1110 222 oder 116 123. Bei akuten psychischen Krisen wenden Sie sich bitte an den ärztlichen Notdienst unter der Nummer 116 117.
Bei Rückfragen oder wenn Sie Unterstützungsbedarf verspüren, können Sie sich zudem an folgende E-Mail-Adresse wenden: jens.hellmann@hhu.de
Freiwilligkeit
Sie können die Teilnahme jederzeit und ohne Angabe von Gründen abbrechen, ohne dass Ihnen dadurch Nachteile entstehen. Ihre Angaben werden anonym erhoben und vertraulich behandelt.
Datenschutz und Datennutzung
Die Daten werden zu jeder Zeit vertraulich behandelt. Die Daten werden ausschließlich zum Zweck dieser oben beschriebenen Studie erhoben und nur in diesem Rahmen verwendet. Wir erfassen keine personenbezogenen Daten. Alle Daten werden anonymisiert erfasst. So kann niemand, auch
die Studienleiter nicht, herausfinden, zu wem welche Daten gehören. Nach Abschluss der Studie werden die erhobenen Forschungsdaten in anonymisierter Form auf einem sicheren Server des Uniklinikums Düsseldorf erhalten bleiben. Zweck, Art und Umfang der potentiellen Nachnutzung sind derzeit noch nicht absehbar. Die Daten werden nur in einer Form veröffentlicht, die zu keinem Zeitpunkt Rückschlüsse auf eine einzelne / konkrete Person zulässt. Mit diesem Vorgehen folgt die Studie den Empfehlungen der Deutschen Forschungsgemeinschaft zur Qualitätssicherung der Forschung.
Kontaktdaten
Dr. Jens Hellmann, Dipl.-Psych., jens.hellmann@hhu.de
Information zur Verarbeitung von Daten im Rahmen der Befragung „Brücken oder Barrieren? Einflussfaktoren auf die Behandlungsbereitschaft gegenüber Menschen mit Behinderung“
Datenübermittlungen
Der anonymisierte Datensatz ist ausschließlich für die beteiligte Kleingruppe von Studierenden im Rahmen des Forschungspraktikums zugänglich und wird von diesen zu wissenschaftlichen Auswertungszwecken verwendet. Zugriff auf die nicht anonymisierten Daten (z. B. technische Rohdaten oder im Falle freiwillig angegebener E-Mail-Adressen für die Verlosung) hat ausschließlich der betreuende Projektverantwortliche Dr. Jens Hellmann. Alle beteiligten Personen sind zur Vertraulichkeit und zur Einhaltung der datenschutzrechtlichen Bestimmungen verpflichtet.
Löschfristen
Die im Rahmen der Befragung erhobenen Daten werden anonymisiert gespeichert und sind keiner Person namentlich zuordenbar. Eine nachträgliche Löschung einzelner Datensätze ist daher nicht möglich. Der Rohdatensatz auf der Online-Plattform wird nach Abschluss des Forschungspraktikums gelöscht. Die vollständig anonymisierten Daten werden gemäß den Aufbewahrungsrichtlinien der Heinrich-Heine-Universität für wissenschaftliche Zwecke und mögliche Nachnutzungen für einen Zeitraum von mindestens 10 Jahren gespeichert.
Datenveröffentlichung/Bereitstellung
Die Präsentation der Ergebnisse vor Dritten, sei es in Form einer wissenschaftlichen Publikation oder eines wissenschaftlichen Vortrags, erfolgt nur in Form statistischer Auswertungen oder – falls auf Einzelfälle Bezug genommen wird – in einer Form, die keinerlei Rückschlüsse auf einzelne Personen zulässt. Im Sinne guter wissenschaftlicher Praxis (Open Science) und den Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Psychologie folgend soll ein komplett anonymer Datensatz nach Abschluss der Datenerhebung über ein wissenschaftliches Repositorium der wissenschaftlichen Gemeinschaft zur Verfügung gestellt werden.